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Präzision im digitalen Workflow mit Shining 3D Dental Model DM12
Das Shining 3D Dental Model DM12 ist ein flüssiges Photopolymer auf Acrylatbasis, das für die Verarbeitung bei einer Wellenlänge von 405 nm optimiert wurde. In der modernen Zahntechnik bildet dieses Material die Schnittstelle zwischen intraoralem Scan und physischem Arbeitsmodell. Die chemische Zusammensetzung zielt auf eine maximale Dimensionsstabilität ab, damit gedruckte Stümpfe auch nach Tagen noch spielfrei in das Modell passen. Durch die kontrollierte Schrumpfungsrate eignet sich DM12 für komplexe Rekonstruktionen, bei denen es auf Mikrometer ankommt.
Ein wesentlicher Aspekt für Zahntechniker ist die visuelle Kontrolle. Die gelbe Pigmentierung des DM12 wurde gezielt gewählt, um den Kontrast zu herkömmlichen Restaurationsmaterialien und Scan-Sprays zu maximieren. Präparationsränder sind unter dem Mikroskop oder der Lupe deutlich erkennbar. Das matte Oberflächenfinish verhindert störende Lichtreflexionen beim Scannen des Modells, was die digitale Weiterverarbeitung in CAD-Programmen wie Exocad oder 3Shape erheblich erleichtert.
Vorteile für das Dentallabor
- Hohe Kantenstabilität: Die Shore-Härte von 81 D verhindert das Abbrechen feiner Gipsstümpfe oder dünner Ränder.
- Optimierte Viskosität: Mit 255 cps fließt das Material gleichmäßig und lässt sich nach dem Druckvorgang leicht reinigen.
- Farbliche Präzision: Die gelbe Farbe hebt Konturen und Präparationslinien visuell hervor.
- Wirtschaftlichkeit: Kurze Belichtungszeiten ermöglichen einen hohen Durchsatz im Laboralltag.
- Geringe Geruchsentwicklung: Die chemische Formulierung ist für den Einsatz in Laborumgebungen optimiert.
Anwendungsbereiche im Fokus
Zahnärztliche Arbeitsmodelle stellen unterschiedliche Anforderungen an das Material. Für Kronen- und Brückenmodelle (K+B) ist eine exakte Stumpfpassung zwingend. DM12 liefert hier die notwendige Steifigkeit, damit sich die Stümpfe beim Aufpassen der Restauration nicht verformen. Bei Implantatmodellen sorgt die Festigkeit dafür, dass Analog-Komponenten sicher und ohne Spiel im Modell sitzen, was für die spätere Okklusion entscheidend ist.
Auch für separierte Modelle bietet das Resin Vorteile. Die geringe Elastizität sorgt dafür, dass die Kontaktpunkte zwischen den einzelnen Segmenten stabil bleiben. Dies reduziert den manuellen Einschleifaufwand bei der Fertigstellung von keramischen Verblendungen oder monolithischen Zirkonoxid-Kronen. Die physikalischen Eigenschaften nach ISO 178 garantieren dabei, dass das Modell auch bei mechanischer Belastung, etwa durch Artikulationsbewegungen, formstabil bleibt.
Optimierter Workflow: Druck, Reinigung und Nachhärtung
Um die maximalen mechanischen Eigenschaften des Shining 3D DM12 zu erreichen, ist die Einhaltung des validierten Workflows entscheidend. Die Belichtungszeiten variieren je nach verwendetem 3D-Drucker (z.B. Shining 3D AccuFab-Serie). Typischerweise liegen die Schichtbelichtungszeiten im Bereich von wenigen Sekunden bei 50 Mikrometern Schichtstärke.
Die Reinigung erfolgt idealerweise in zwei Zyklen. Legen Sie die gedruckten Modelle für 30 Sekunden in 95%iges Ethanol, gefolgt von einem zweiten Bad in frischem Ethanol für weitere 30 Sekunden. Eine Ultraschallreinigung kann diesen Prozess unterstützen, sollte aber zeitlich begrenzt werden, um ein Aufquellen der Oberfläche zu vermeiden. Nach der Reinigung müssen die Modelle vollständig getrocknet werden – hierzu eignet sich Druckluft oder eine Wartezeit von etwa 10 Minuten an der Luft.
Die abschließende Nachhärtung (Curing) ist für die Biokompatibilität (sofern zertifiziert) und die Endhärte essenziell. Im Shining 3D FabCure 2 erreichen die Modelle ihre finale Stabilität nach einer definierten Zykluszeit. Dieser Schritt stellt sicher, dass alle verbliebenen Monomere reagieren und das Biegemodul von 1537 MPa erreicht wird.
Vergleich: Shining 3D DM12 vs. DM11
| Eigenschaft | DM11 (Vorgänger) | DM12 (Aktuell) |
|---|---|---|
| Elastizität | Höher | Niedriger (Steifer) |
| Präzision | Gut | Exzellent |
| Reinigungsaufwand | Moderat | Geringer durch niedrige Viskosität |
| Shore-Härte | ca. 78 D | 81 D |
Der Wechsel von DM11 auf DM12 ist für Labore sinnvoll, die mit engen Toleranzen arbeiten. Während das DM11 eine gewisse Flexibilität aufwies, die bei unter sich gehenden Stellen hilfreich sein konnte, fokussiert sich DM12 auf die absolute Formtreue. Das Material verhält sich beim Beschleifen spröder und ähnelt damit stärker klassischem Superhartgips, was viele Zahntechniker bevorzugen.
Häufig gestellte Fragen zum Dental Model Resin
Wie hoch ist die Schrumpfung beim DM12 Resin?
Die lineare Schrumpfung des DM12 ist minimal und wurde speziell für die Dentaltechnik kalibriert. Bei Einhaltung der korrekten Druckparameter und Nachhärtung im FabCure 2 liegt die Abweichung im Bereich von unter 0,1 %. Dies gewährleistet, dass mehrgliedrige Brücken ohne Spannungen auf das Modell passen.
Kann das Material mit Druckern anderer Hersteller verwendet werden?
Obwohl DM12 für 405 nm Wellenlänge entwickelt wurde und auf vielen Open-Source-Druckern funktioniert, erzielen Sie die reproduzierbarsten Ergebnisse im Shining 3D Ökosystem. Die Parameter für die AccuFab-Serie sind exakt auf die chemische Reaktivität des Resins abgestimmt.
Ist das DM12 Resin für die Herstellung von Bohrschablonen geeignet?
Nein, DM12 ist ein Modellmaterial und nicht für den kurzzeitigen Kontakt mit Schleimhaut oder Knochen zertifiziert. Für Bohrschablonen sollte ein zertifiziertes Surgical Guide Resin verwendet werden, das die erforderlichen Biokompatibilitätsklassen erfüllt.
| Materialtyp | Dental Modell Resin (Photopolymer) |
| Füllmenge | 1 kg |
| Farbe | Gelb |
| Wellenlänge | 405 nm |
| Shore-Härte (ISO 868) | 81 D |
| Biegemodul (ISO 178) | 1537 MPa |
| Viskosität (25°C) | 255 cps |
| Biegefestigkeit (ISO 178) | 46 MPa |
| Einsatzgebiet: | Dental/Medizin |
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