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Revopoint POP 4 auf einen Blick
- Technologie: Hybrider 3D-Scanner mit blauem Laser und Infrarotlicht
- Genauigkeit: Volumetrische Präzision von 0,03 mm + 0,05 mm x L (m)
- Geschwindigkeit: Erfassungsrate von bis zu 105 Bildern pro Sekunde (fps)
- Umgebung: Volle Funktionalität im Außenbereich bis 100.000 Lux
- Besonderheit: Scannt dunkle und glänzende Oberflächen ohne Scanspray
- Software: KI-gestützte Objektsegmentierung und 3D Gaussian Splatting
Was macht den Revopoint POP 4 zum besten 5-in-1 Hybrid 3D-Scanner?
Der Revopoint POP 4 definiert die Anforderungen an tragbare 3D-Messsysteme neu, indem er zwei unterschiedliche Lichtquellen in einem kompakten Gehäuse vereint. Das Gerät nutzt primär blaue Lasertechnologie für hochdetaillierte Messungen und Infrarot-Strukturiertlicht für die schnelle Erfassung großer Geometrien. Diese Kombination ermöglicht den Einsatz in Szenarien, die bisher spezialisierte und deutlich teurere Hardware erforderten. Die volumetrische Genauigkeit von 0,03 mm stellt sicher, dass selbst kleinste Oberflächendetails für CAD-Anwendungen und das Reverse Engineering exakt digitalisiert werden.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Unabhängigkeit von Lichtverhältnissen. Während herkömmliche optische Scanner bei direkter Sonneneinstrahlung scheitern, arbeitet der POP 4 bei einer Helligkeit von bis zu 100.000 Lux stabil. Dies macht ihn zum Werkzeug für die Digitalisierung von Fahrzeugteilen im Freien oder architektonischen Elementen unter freiem Himmel. Die integrierte IMU (Inertial Measurement Unit) sorgt dabei für eine kontinuierliche Verfolgung der Scanner-Position im Raum, wodurch Abbrüche im Scan-Datenstrom effektiv verhindert werden.

Die hardwareseitige Beschleunigung erlaubt Scan-Geschwindigkeiten von bis zu 105 fps. Dies reduziert die Zeit für die Datenerfassung erheblich und minimiert Fehler durch Handbewegungen. Da der Scanner ohne Scanspray auskommt, bleiben empfindliche Oberflächen oder komplexe Bauteile unangetastet. Die Datenübertragung erfolgt wahlweise über USB-C oder drahtlos via Wi-Fi 6, was die nötige Flexibilität in Werkstattumgebungen bietet.
Die 5 Scan-Modi erklärt: Blue Laser vs. Infrarot
Die Vielseitigkeit des Revopoint POP 4 basiert auf fünf spezifischen Betriebsmodi, die jeweils auf unterschiedliche Objekttypen und Detailgrade optimiert sind. Die Wahl des richtigen Modus entscheidet über die Qualität des finalen 3D-Modells und den Zeitaufwand in der Nachbearbeitung.
- Cross-lines Mode (Blauer Laser): In diesem Modus projiziert der Scanner 30 sich kreuzende Laserlinien. Er ist für die schnelle Erfassung von Oberflächen mit hoher Genauigkeit konzipiert. Die blauen Laserlinien sind unempfindlicher gegenüber Umgebungslicht und Reflexionen, was das Scannen von Metallteilen oder dunklen Kunststoffen ohne Vorbehandlung ermöglicht.
- Deep Holes Mode (Einzellinie): Speziell für Bohrungen, tiefe Schlitze und komplexe Innengeometrien nutzt der POP 4 eine einzelne, fokussierte Laserlinie. Diese dringt tiefer in Kavitäten ein, die von flächigen Lichtmustern nicht erreicht werden könnten.
- Marker-free Mode (Infrarot): Für große Objekte nutzt das Gerät Infrarot-Strukturiertlicht. Hierbei erkennt die Software Geometriemerkmale des Objekts zur Orientierung. Marker-Punkte sind in diesem Modus nicht zwingend erforderlich, sofern das Objekt genügend Struktur bietet.
- Full-Field HD Scanning: Dieser Modus kombiniert die Flächenabdeckung des Infrarotlichts mit einer erhöhten Auflösung. Er eignet sich für organische Formen wie Skulpturen oder Körper-Scans, bei denen Texturen und Geometrien gleichermaßen wichtig sind.
- Hybrid HD Scanning: Hier greifen beide Lichtquellen ineinander. Die Laser-Einheit liefert die präzisen Kanten, während das Infrarotsystem die Flächen füllt. Dieser Modus ist die Lösung für Objekte mit variierenden Materialeigenschaften.
Innovationen: 3D Gaussian Splatting und KI-Segmentierung
Der Revopoint POP 4 integriert fortschrittliche Software-Algorithmen, die über klassische Mesh-Erstellung hinausgehen. 3D Gaussian Splatting ist eine Methode zur Darstellung von 3D-Szenen, die nicht nur die Geometrie, sondern auch die Lichtverteilung und Farbe realitätsgetreu speichert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Punktwolken erzeugt diese Technologie fotorealistische Abbilder, die besonders in der digitalen Archivierung und für VR-Anwendungen an Bedeutung gewinnen.
Die KI-gestützte Objektsegmentierung löst ein altbekanntes Problem beim manuellen Scannen: die unbeabsichtigte Erfassung von Händen, Stativen oder dem Hintergrund. Die Software erkennt in Echtzeit, welche Daten zum Zielobjekt gehören und welche verworfen werden können. Dies reduziert den Aufwand für das manuelle Zuschneiden der Punktwolken nach dem Scan-Vorgang um bis zu 80 Prozent. Die Verfolgung des Objekts bleibt selbst bei schnellen Bewegungen stabil, da die KI die Bewegungsvektoren antizipiert.
Anwendungsbereiche: 3D-Druck, Reverse Engineering & CAD
In der additiven Fertigung ist die Datenqualität entscheidend. Der Revopoint POP 4 liefert STL-Dateien mit einer Punktdichte, die direkt für den 3D-Druck ohne manuelle Reparatur genutzt werden kann. Durch die hohe Genauigkeit lassen sich Ersatzteile für Maschinen passgenau digitalisieren und reproduzieren. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn für ältere Maschinen keine CAD-Daten mehr existieren.
Für Ingenieure im Bereich Reverse Engineering bietet der Scanner die notwendige Datengrundlage, um physische Prototypen in digitale CAD-Modelle zurückzuführen. Die Integration in Softwareumgebungen wie SolidWorks oder Fusion 360 wird durch den Export gängiger Formate wie OBJ, PLY und STL unterstützt. In der Automobilindustrie wird das Gerät zur Kontrolle von Spaltmaßen oder zur Digitalisierung von Interieur-Komponenten eingesetzt. Auch im medizinischen Bereich, etwa für die Erstellung individueller Orthesen, findet der POP 4 aufgrund seiner Schnelligkeit und Präzision Anwendung.
Welche Edition ist die richtige? (Standard vs. Premium)
Der Revopoint POP 4 ist in verschiedenen Paketen erhältlich, die auf unterschiedliche Nutzerprofile zugeschnitten sind. Die Basis bildet die Standard Edition, die den Scanner, ein Stativ und das notwendige Kabelset umfasst. Sie eignet sich für Anwender, die bereits über eine Drehbühne verfügen oder primär große Objekte freihändig scannen.
Die Premium Edition erweitert den Lieferumfang um eine mobile Powerbank und einen automatischen Drehtisch. Dies ist die Empfehlung für Nutzer, die kleine bis mittelgroße Objekte reproduzierbar und automatisiert erfassen möchten. Für professionelle Anwender stehen zudem Pakete mit Software-Lizenzen zur Verfügung. Die Revo Design Edition enthält Lizenzen für CAD-Modellierungssoftware, während die Revo Measure Edition spezialisierte Werkzeuge für die metrologische Auswertung und Maßhaltigkeitsprüfung bietet.
| Feature | Standard | Premium | Revo Design/Measure |
|---|---|---|---|
| POP 4 Scanner | Ja | Ja | Ja |
| Power Bank Handgriff | Nein | Ja | Ja |
| Dual-axis Turntable | Nein | Ja | Ja |
| Spezial-Software | Nein | Nein | Ja (Lizenz) |
Praxistipps: Schwarze und glänzende Objekte ohne Spray scannen
Obwohl der Revopoint POP 4 dank blauer Lasertechnologie ohne Mattierungsspray auskommt, gibt es Techniken zur Optimierung der Ergebnisse. Bei extrem spiegelnden Chromoberflächen empfiehlt es sich, den Einfallswinkel des Lasers zu variieren. Ein Winkel von 45 Grad zur Oberfläche reduziert direkte Reflexionen in den Sensor. Für tiefschwarze, matte Kunststoffe sollte die Belichtungszeit in der Revo Scan Software manuell erhöht werden, um das schwache Rücksignal einzufangen.
Bei Objekten mit sehr wenig Geometrie (z.B. eine glatte Kugel) helfen die mitgelieferten Marker-Punkte. Platzieren Sie diese unregelmäßig auf dem Objekt oder der Unterlage. Der Scanner nutzt diese Fixpunkte zur räumlichen Orientierung, wenn die Geometriemerkmale für das Tracking nicht ausreichen. Achten Sie zudem auf eine stabile USB-3.0-Verbindung oder ein starkes 5-GHz-Wi-Fi-Signal, um Datenverluste bei hohen Bildraten zu vermeiden.

Technische Spezifikationen & Leistungsdaten im Überblick
| Lichtquelle | Blauer Laser (Klasse 1), Infrarotlicht |
| Punktabstand | Bis zu 0,05 mm |
| Arbeitsabstand | 150 mm - 1000 mm |
| Bildwiederholrate | Laser: 105 fps / Infrarot: 30 fps |
| Farberfassung | Ja, RGB-Kamera integriert |
| Anschluss | USB Type-C, Wi-Fi 6 |
| Gewicht | ca. 240g (Scanner-Einheit) |
Häufige Fragen zum Revopoint POP 4
Welche Systemanforderungen stellt der Revopoint POP 4 an den PC?
Für eine flüssige Verarbeitung der 105 fps Laser-Daten ist ein Computer mit mindestens 16 GB RAM und einem Intel i7 oder AMD Ryzen 7 Prozessor erforderlich. Für die Nutzung von 3D Gaussian Splatting wird eine dedizierte Grafikkarte (NVIDIA RTX 3060 oder höher) empfohlen, um die volumetrischen Daten effizient berechnen zu können. Das Betriebssystem sollte Windows 10/11 (64-bit) oder macOS Monterey oder neuer sein.
Muss der Scanner vor jedem Einsatz kalibriert werden?
Eine Neukalibrierung ist in der Regel nur nach harten Stößen, extremen Temperaturschwankungen oder längeren Transporten notwendig. Die mitgelieferte Kalibrierungsplatte ermöglicht es Ihnen, die Genauigkeit innerhalb weniger Minuten über die Software wiederherzustellen. Für präzisionskritische industrielle Messungen empfiehlt sich eine monatliche Überprüfung.
Kann der POP 4 auch sehr große Objekte wie ganze Autos scannen?
Ja, dies ist im Infrarot-Modus oder Full-Field-Modus möglich. Da die volumetrische Abweichung mit der Länge des Objekts leicht zunimmt (0,05 mm pro Meter), sollten bei sehr großen Objekten Marker-Punkte verwendet werden, um die Akkumulation von Fehlern beim Zusammenfügen der Einzelbilder (Stitching) zu minimieren. Der POP 4 ist jedoch primär für Objekte von der Größe einer Kaffeetasse bis hin zu einem Motorblock optimiert.
Ist das Scannen von Personen sicher?
Der Revopoint POP 4 verwendet Laser der Klasse 1 und Infrarotlicht, die beide als augensicher zertifiziert sind. Das Scannen von Gesichtern oder Körpern ist somit gefahrlos möglich. Im Infrarot-Modus wird zudem kein helles, störendes Blitzlicht benötigt, was den Komfort für die gescannte Person erhöht.
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