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Formlabs Flexible 80A V2 Resin: Die industrielle Revolution für funktionale Elastomer-Bauteile
In der Welt des industriellen 3D-Drucks war die Lücke zwischen spröden Prototypen und echten Gummimaterialien lange Zeit eine Herausforderung. Mit dem Formlabs Flexible 80A V2 Resin gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Dieses hochentwickelte Material wurde speziell entwickelt, um die Langlebigkeit und Haptik von Hartgummi oder TPU (Thermoplastisches Polyurethan) direkt auf Ihren Formlabs SLA-Drucker zu bringen. Ob für den Maschinenbau, die Medizintechnik oder das Produktdesign – das Flexible 80A V2 ist das Arbeitstier unter den flexiblen Kunstharzen.
Das Flexible 80A V2 Resin ist das steifste der flexiblen Formlabs-Materialien. Mit einer Shore-Härte von 80A bietet es einen exzellenten Widerstand gegen Verformung und kehrt selbst nach extremer Kompression sofort in seine Ursprungsform zurück.
Materialeigenschaften & wissenschaftliche Belastungstests
Was unterscheidet das Flexible 80A von Standard-Resinen? Es ist die chemische Architektur. Formlabs hat hier ein Elastomer geschaffen, das eine Zugfestigkeit von 8.9 MPa mit einer beeindruckenden Bruchdehnung von bis zu 250% kombiniert. In internen Belastungstests zeigt das Material eine außerordentliche Ermüdungsbeständigkeit. Das bedeutet: Bauteile können tausendfach gedehnt oder gestaucht werden, ohne dass Mikrorisse entstehen.
Der Vergleich: Flexible 80A vs. Elastic 50A vs. Silicone 40A
Die Wahl des richtigen elastischen Materials ist entscheidend für den Erfolg Ihres Projekts. Hier ist eine Übersicht, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern:
| Eigenschaft | Flexible 80A V2 | Elastic 50A | Silicone 40A |
|---|---|---|---|
| Shore-Härte | 80A (Hartgummi) | 50A (Silikon-artig) | 40A (Echtes Silikon) |
| Bruchdehnung | 120-250% | 160% | 230% |
| Anwendung | Griffe, Dichtungen, Dämpfer | Knöpfe, medizinische Modelle | Chemieresistente Teile |
Anwendungsbeispiele: Wo Theorie auf Praxis trifft
Das Flexible 80A V2 Resin ist nicht nur ein Material für das Regal – es löst echte Probleme in verschiedensten Branchen:
- 1. Automotive & Maschinenbau: Erstellung von Prototypen für Türdichtungen, Schläuche und Manschetten. Die Reißfestigkeit von 22-28 kN/m sorgt dafür, dass die Teile auch unter mechanischem Druck nicht versagen.
- 2. Medizintechnik: Anatomische Modelle, die das Geföhl von Knorpelgewebe simulieren. Chirurgen nutzen diese Modelle zur Operationsvorbereitung, da sie sich realistisch schneiden und nähen lassen.
- 3. Konsumgüter & Ergonomie: Entwicklung von Soft-Touch-Griffen für Werkzeuge oder Sportgeräte. Die matte Oberfläche bietet exzellenten Grip und ein hochwertiges Finish.

Druck- & Nachbearbeitungs-Guide: So erzielen Sie perfekte Ergebnisse
Flexible Materialien erfordern Sorgfalt. Um die vollen mechanischen Eigenschaften zu erreichen, ist ein strikter Workflow nötig.
Schritt 1: Der Druck
Verwenden Sie für beste Ergebnisse die PreForm-Software von Formlabs. Achten Sie auf eine ausreichende Anzahl an Stützstrukturen (Supports), da das Material während des Druckprozesses leicht schwingen kann.
Schritt 2: Waschen (Form Wash)
Waschen Sie Ihre Teile für 10 Minuten in Isopropylalkohol (IPA). Zu langes Waschen kann dazu föhren, dass das Material aufquillt. Lassen Sie die Teile danach mindestens 30 Minuten vollständig an der Luft trocknen.
Schritt 3: Aushärten (Form Cure)
Dies ist der wichtigste Schritt. Legen Sie die Teile für 60 Minuten bei 60 °C in den Form Cure. Erst durch die thermische Nachhärtung erreichen die Polymerketten ihre endgöltige Stabilität und Flexibilität.
Fallstudie: Automotive-Dichtungen in der Kleinserie
Ein mittelständischer Automobilzulieferer stand vor der Herausforderung, kurzfristig 50 Spezialdichtungen für einen Prototypenmotor zu liefern. Spritzguss hätte Wochen gedauert und tausende Euro gekostet. Durch den Einsatz des Flexible 80A V2 Resins konnten die Dichtungen innerhalb von 48 Stunden gedruckt, getestet und eingebaut werden. Das Material hielt den Vibrationen und dem Ölkontakt während der Testphase ohne Leistungsverlust stand.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Antwort: Nein, das Material ist nicht für den Kontakt mit Lebensmitteln oder für medizinische Anwendungen mit Hautkontakt über 30 Tage zertifiziert.
Antwort: Stellen Sie sicher, dass der IPA sauber ist und das Teil nach dem Waschen vollständig getrocknet ist, bevor es in den Form Cure kommt. Eine unzureichende Aushärtung föhrt oft zu einer klebrigen Oberfläche.
Antwort: Nein, das Mischen von Resinen kann die chemische Zusammensetzung zerstören und den Drucker beschädigen.
Wann Flexible 80A V2 die richtige Wahl ist
Wenn Sie ein Material suchen, das mechanische Belastbarkeit mit der Flexibilität von Hartgummi vereint, gibt es keine Alternative zum Formlabs Flexible 80A V2. Es bietet die nötige Sicherheit für Funktionstests und die ästhetische Qualität für Endverbraucher-Prototypen. Investieren Sie in Material, das Ihre Innovationen nicht bremst, sondern beschleunigt.
Produktvideos
| Flexibilität: | Hohe Flexibilität, Shore 80A |
|---|---|
| Kompatibel mit Modell:: | Formlabs Form 4, Formlabs Form 4B, Formlabs Form 4BL, Formlabs Form 4L |
| Material: | Resin |
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