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ReForm rPETG GF20 Pellets: Industrielle Performance trifft Kreislaufwirtschaft
Die additive Fertigung mit Granulat gewinnt in der Industrie massiv an Bedeutung, da sie die Druckgeschwindigkeit erhöht und Materialkosten senkt. Mit den ReForm rPETG GF20 Pellets bietet Formfutura ein Material an, das die Lücke zwischen ökologischer Verantwortung und technischen Anforderungen schließt. Während Standard-PETG oft an seine Grenzen stößt, wenn es um Steifigkeit und Wärmeformbeständigkeit geht, sorgt der Glasfaseranteil von 20% für eine signifikante Aufwertung der mechanischen Eigenschaften. Sie erhalten ein Material, das aus post-industriellen Abfällen gewonnen wird, ohne dabei Kompromisse bei der Qualität einzugehen.
- ✓20% Glasfaseranteil für einen Zugmodul von 5.200 MPa
- ✓Basis aus 100% zertifiziertem recyceltem PETG
- ✓Minimiertes Warping-Risiko durch Glasfaser-Stabilisierung
- ✓Optimiert für Direktextruder-Systeme wie Dyze Design oder Pulsar
Technische Überlegenheit: rPETG GF20 vs. Standard PETG
Warum sollten Sie sich für die glasfaserverstärkte Variante entscheiden? Standard-PETG ist für seine Zähigkeit und chemische Beständigkeit bekannt, leidet aber unter einer gewissen Flexibilität, die bei großen Strukturbauteilen unerwünscht ist. Die Beigabe von 20% Glasfasern verändert die Molekularstruktur während der Extrusion entscheidend. Die Fasern richten sich in Druckrichtung aus und fungieren als mikroskopische Bewehrung.
Vergleich der mechanischen Eigenschaften
| Eigenschaft | Standard PETG | ReForm rPETG GF20 |
|---|---|---|
| Zugmodul (Stiffnes) | ca. 2.100 MPa | 5.200 MPa |
| Wärmeformbeständigkeit | ca. 70°C | ca. 82°C (Vicat) |
| Schrumpfungsverhalten | Moderat | Sehr gering |
Der massive Anstieg des Zugmoduls auf 5.200 MPa bedeutet, dass sich Bauteile unter Last deutlich weniger verformen. Dies ist essenziell für Gehäuse, Halterungen oder Werkzeuge, die präzise Maße über lange Zeiträume halten müssen. Zudem wirkt die Glasfaser dem thermischen Schrumpfen entgegen, was bei der Pellet-Extrusion von großvolumigen Objekten das gefürchtete Ablösen von der Druckplatte (Warping) fast vollständig eliminiert.
Verarbeitungsleitfaden für Pellet-Extruder
Die Verarbeitung von Granulat unterscheidet sich grundlegend vom klassischen Filamentdruck. Da die Schmelzzone in Pellet-Extrudern oft wesentlich größer ist, müssen die Temperaturprofile präzise gesteuert werden, um Degradation zu vermeiden. Die ReForm rPETG GF20 Pellets sind auf eine gleichmäßige Viskosität ausgelegt, um einen konstanten Durchfluss (Flow) zu gewährleisten.
Empfohlene Druckparameter
- Drucktemperatur: 235°C – 255°C (abhängig von der Extrusionsgeschwindigkeit)
- Betttemperatur: 70°C – 85°C (PEI-Oberfläche oder Haftvermittler empfohlen)
- Kühlung: 0-25% – bei funktionalen Teilen wenig Kühlung für maximale Schichthaftung
- Vortrocknung: 65°C für mindestens 4 bis 6 Stunden in einem Granulattrockner
Ökobilanz: Warum recycelte Glasfaser-Pellets?
Nachhaltigkeit in der Industrie ist kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit. Die ReForm-Serie von Formfutura nutzt Abfallströme aus der PET-Produktion, die sonst deponiert oder verbrannt würden. Durch die Wiederaufbereitung zu hochwertigem 3D-Druck Granulat wird der CO2-Fußabdruck im Vergleich zu Neuware um bis zu 60% reduziert.
Besonders bei der Pellet-Extrusion, bei der oft Bauteile von mehreren Kilogramm Gewicht entstehen, macht der Einsatz von Recyclingmaterial einen massiven Unterschied in der Ökobilanz des Endprodukts. Die Kombination mit Glasfasern sorgt zudem dafür, dass diese Teile langlebiger sind und seltener ersetzt werden müssen, was Ressourcen schont.
Industrielle Anwendungsbeispiele (Case Studies)
1. Vorrichtungsbau im Automobilsektor
Ein mittelständischer Zulieferer nutzt rPETG GF20 Pellets, um Montagevorrichtungen für Türverkleidungen herzustellen. Dank der hohen Steifigkeit verformen sich die Vorrichtungen auch unter manuellem Druck nicht. Die Pellets ermöglichen es, eine Vorrichtung innerhalb von 8 Stunden zu drucken, was mit Filament 4 Tage gedauert hätte.
2. Klimakanäle für den Schienenverkehr
In der Prototypenphase für Belüftungssysteme werden großformatige Kanäle gedruckt. rPETG GF20 bietet hier die nötige Schlagzähigkeit (7.5 kJ/m²), um Falltests und Vibrationstests während der Validierung zu bestehen, ohne zu reißen.
Was Sie bei abrasiven Materialien beachten müssen
Die Verarbeitung von glasfaserverstärkten Pellets erfordert ein Verständnis für Materialverschleiß. Die Fasern wirken abrasiv auf alle Metallteile, mit denen sie in Berührung kommen. Dies betrifft nicht nur die Düse, sondern langfristig auch die Förderschnecke (Screw) Ihres Extruders. Achten Sie auf eine nitrierte oder bimetallische Schnecke, wenn Sie planen, rPETG GF20 in großen Mengen zu verarbeiten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Muss ich das Granulat wirklich trocknen?
Ja. PETG ist hygroskopisch und zieht Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft. Feuchte Pellets führen zu Dampfblasen in der Schmelze, was die mechanische Festigkeit der Schichten massiv schwächt und zu einer unsauberen Oberfläche führt. 65°C für 4-6 Stunden ist der Goldstandard.
Kann ich rPETG GF20 wieder recyceln?
Theoretisch ja. Beachten Sie jedoch, dass die Glasfasern bei jedem Extrusionsvorgang durch die Scherkräfte der Schnecke kürzer werden. Dies mindert bei jedem Recyclingzyklus die mechanische Festigkeit des Materials.
Ist das Material UV-beständig?
PETG hat eine inhärent gute UV-Beständigkeit im Vergleich zu Materialien wie ABS. Für den dauerhaften Außeneinsatz über viele Jahre hinweg wird jedoch eine zusätzliche Beschichtung empfohlen, um die Glasfasern vor Witterungseinflüssen zu schützen.
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| Materialbasis | 100 % Recyceltes PETG |
| Faseranteil | 20 % Glasfasern (GF20) |
| Dichte | 1,41 g/cc |
| Drucktemperatur | 230 °C - 260 °C |
| Heizbett-Temperatur | 70 °C - 90 °C |
| Wärmeformbeständigkeit (HDT) | 85 °C |
| Trocknungsempfehlung | 65-70 °C (8-10 Std.) |
| Schlagzähigkeit | Hoch |
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