Auf einen Blick
Das BASF Ultracur3D DM 2505 ist ein starres, wasserwaschbares Dental-Resin in Beige, das speziell für die präzise Fertigung von Thermoform-Modellen und kieferorthopädischen Arbeitsmodellen entwickelt wurde. Durch die Reinigung mit Leitungswasser entfällt der Bedarf an Isopropanol, was die Prozesskosten senkt und die Arbeitssicherheit im Labor erhöht.
Präzision und Effizienz durch BASF Ultracur3D DM 2505
Das BASF Ultracur3D DM 2505 Dental Resin stellt eine spezialisierte Materiallösung für die additive Fertigung im dentalen Bereich dar. Dieses Photopolymer zeichnet sich durch seine mechanische Steifigkeit und thermische Beständigkeit aus, wodurch es die Anforderungen für anspruchsvolle Anwendungen wie die Aligner-Herstellung erfüllt. Die chemische Zusammensetzung ermöglicht es, Bauteile mit einer Oberflächenhärte von 73 D zu drucken, was für die Stabilität von Modellen während mechanischer Belastungen entscheidend ist.
Ein wesentliches Merkmal des Materials ist die Farbe Beige, die in der Zahntechnik bevorzugt wird, da sie Konturen und Details optimal sichtbar macht. Dies erleichtert die visuelle Prüfung des gedruckten Modells vor der weiteren Verarbeitung. Mit einem Zugmodul von 2200 MPa bietet das Harz die notwendige Steifigkeit, um Verformungen während des Entformens von Tiefziehfolien zu verhindern.
Anwendungsbereiche in der modernen Dentaltechnik
Das DM 2505 wurde entwickelt, um den digitalen Workflow in Dentallaboren zu beschleunigen. Es findet Anwendung in verschiedenen Bereichen:
- Kieferorthopädische Modelle: Die hohe Dimensionsstabilität garantiert präzise Arbeitsgrundlagen für Apparaturen.
- Thermoforming (Tiefziehen): Das Material ist für den Kontakt mit heißen Folien optimiert und behält unter Druck seine Form.
- Meistermodelle: Durch die geringe Viskosität von 80 mPas lassen sich feinste Strukturen der Gingiva und Zähne exakt abbilden.
- Gussformen: Aufgrund der starren Eigenschaften eignet es sich als Basis für diverse Abformtechniken.
In der Aligner-Produktion ist die Prozessgeschwindigkeit entscheidend. Da das DM 2505 mit Wasser gereinigt wird, reduziert sich die Wartezeit, die normalerweise für das Abdampfen von Lösemitteln wie IPA benötigt wird. Dies ermöglicht einen schnelleren Übergang zum Post-Curing und zur eigentlichen Folienpressung.
Schritt-für-Schritt Guide: Reinigung und Nachbearbeitung mit Wasser
Die Wasserwaschbarkeit ist nicht nur ein ökologischer Vorteil, sondern vereinfacht die Laborausstattung erheblich. Gehen Sie bei der Nachbearbeitung wie folgt vor:
1. Reinigung im Wasserbad
Platzieren Sie die gedruckten Bauteile in einem Ultraschallbad oder einer Reinigungsstation, die mit sauberem Leitungswasser gefüllt ist. Die Reinigungszeit beträgt in der Regel 2 bis 5 Minuten. Bei komplexen Geometrien kann eine weiche Bürste helfen, Harzreste aus Vertiefungen zu entfernen.
2. Trocknung
Es ist essenziell, dass die Modelle vor dem Nachhärten vollständig trocken sind. Nutzen Sie Druckluft, um Wasserreste aus Kavitäten zu blasen. Eine unvollständige Trocknung kann zu weißen Flecken oder einer klebrigen Oberfläche nach dem Curing führen.
3. Nachhärtung (Post-Curing)
Um die finalen mechanischen Eigenschaften wie die Zugfestigkeit von 48 MPa zu erreichen, müssen die Teile mit UV-Licht nachgehärtet werden. Wir empfehlen professionelle UV-Kammern (z.B. Otoflash G171). Die Parameter hängen von der Lichtintensität des Geräts ab, liegen jedoch typischerweise bei 2000 bis 4000 Blitzen pro Seite.
Druckereinstellungen und Kompatibilität
Das Ultracur3D DM 2505 ist für Open-Source-Systeme optimiert, die mit Wellenlängen von 385 nm oder 405 nm arbeiten. Dies umfasst eine Vielzahl von LCD-, MSLA- und DLP-Druckern.
| Druckertyp | Empfohlene Belichtungszeit (0.05mm) | Wellenlänge |
|---|---|---|
| Monochrom-LCD (z.B. Phrozen) | 2.5 - 3.5 Sek. | 405 nm |
| DLP-Systeme (z.B. Asiga) | 1.8 - 2.5 Sek. | 385 nm |
| Standard-LCD (Anycubic) | 6.0 - 9.0 Sek. | 405 nm |
Die niedrige Viskosität des Harzes begünstigt kurze Lift-Abstände und hohe Druckgeschwindigkeiten, da das Material schnell unter die Bauplattform nachfließen kann. Dies reduziert die mechanische Belastung auf die FEP-Folie und erhöht deren Lebensdauer.
Umweltgerechte Entsorgung des Waschwassers
Obwohl die Reinigung mit Wasser erfolgt, darf das verbrauchte Waschwasser nicht direkt in die Kanalisation gelangen. Das Wasser enthält nach dem Waschvorgang ungelöste Harzpartikel. Zur Entsorgung sollte das Waschwasser in einem transparenten Behälter dem UV-Licht (Sonnenlicht oder UV-Lampe) ausgesetzt werden. Die Partikel härten aus, setzen sich am Boden ab und können gefiltert werden. Das verbleibende Wasser muss gemäß den lokalen Vorschriften für Chemieabfälle entsorgt werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann das DM 2505 für dauerhaften Zahnersatz verwendet werden?
Nein, dieses Resin ist ausschließlich für dentale Modelle, Gussformen und Arbeitsgrundlagen konzipiert. Es besitzt keine Zulassung für den dauerhaften Verbleib im Mundraum (keine Biokompatibilität für Klasse IIa).
Warum ist mein Modell nach dem Waschen klebrig?
Dies liegt meist an einer unzureichenden Trocknung vor dem Nachhärten oder an verbrauchtem Reinigungswasser. Wechseln Sie das Wasser regelmäßig aus und nutzen Sie Druckluft, um eine absolut trockene Oberfläche sicherzustellen.
Welche Temperatur ist ideal für die Lagerung?
Lagern Sie das Harz dunkel und trocken bei einer Temperatur zwischen 15°C und 25°C. Schütteln Sie die Flasche vor jedem Gebrauch gründlich, um eine homogene Verteilung der Farbpigmente zu gewährleisten.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Farbe | Beige |
| Zugmodul (Young's Modulus) | 2200 MPa |
| Zugfestigkeit | 48 MPa |
| Härte (Shore D) | 73 D |
| Viskosität (30°C) | 80 mPas |
| Wellenlänge | 385 nm / 405 nm |
| Dichte | 1.1 g/cm³ |
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